Kulturhof:Villach
Lederergasse 15,Villach

Eintritt: 17

Kartenreservierung

ANGELIKA NIESCIER & ALEXANDER HAWKINS DUO

Angelika Niescier, sax

Alexander Hawkins, p

Alexander Hawkins, der seine musikalische Laufbahn als Organist begonnen hatte, spielte dort 2016 zusammen mit dem Trompeter Wadada Leo Smith an der Orgel der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche. Angelika Niescier erhielt ein Jahr später, 2017 beim Jazzfest Berlin den Albert Mangelsdorff Preis, als sie dort im fulminanten NYC-Trio mit Tyshawn Sorey am Schlagzeug und Chris Tordini am Bass auftrat.

 Beider Debutauftritt war dann 2019 beim unerhört festival in Zürich. Im Kölner Loft erfolgte dann im September 2020 ihre erste CD-Aufnahme, welche soeben, im August 2021, unter dem Titel Soul In Plain Sight beim renommierten Label Intakt Records erschienen ist.

 Dieses Duo bedeutet mehr als ein bloßes Zusammentreffen zweier hervorragender Musiker. Beide entdeckten aneinander eine musikalische Seelenverwandtschaft: Ihr Faible für ein offenes und zugleich sehr deutliches Spiel, ihr Bewusstsein für die Nähe von Schönheit und Risiko. All dies realisiert sich in einer Musik von starker Expressivität und Klarheit. Beide beziehen sich auf die Traditionen des Avantgarde-Jazz eines Ornette Coleman oder Cecil Taylor und spinnen diese frei und nicht kopierend fort. Und beide spannen Brücken zu anderen musikalischen Gefilden, zur Neuen Musik, wie auch zur Alten Musik. Ihre musikalische Reife und Vielseitigkeit befähigt sie, einander kontrastierende Strukturen zu geben, die Rückhalt für ein freies und expressives Spiel bieten, um sich dann plötzlich zu wandeln und zu einem Rollentausch zu führen.

 Angelika Niescier ist eine Musikerin, die als Komponistin und Saxophonistin den europäischen Jazz weiterentwickelt und auf internationales Niveau gebracht hat. Neben dem besagtem Albert Mangelsdorff Preis erhielt sie den Echo Jazz und wurde bereits zwei Mal mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet; und sie war improviser in residence in Moers, um nur einige der vielen herausragenden Auszeichnungen zu nennen. Sie spielt u.a. mit Jazzgrössen wie Joachim Kühn, Gerald Cleaver, Nasheet Waits, Sylvie Courvoisier, Tyshawn Sorey, Achim Kaufmann und Gerry Hemingway und Kris Davis.
Alexander Hawkins ist als Komponist und Pianist dem hiesigen Publikum ebenfalls längst kein Unbekannter. Seine eigene, unverkennbare Klangwelt speist sich durch eigene musikalische Forschungen mit dem Ziel, sowohl seine Leidenschaft für die freie Improvisation, als auch seine tiefe Faszination für Komposition und Struktur in Einklang zu bringen.